Ein kleiner Überblick über Weine die aus unserem Keller wachsen…

Spaß und Freude

Grüner Veltliner – Boafuaß im Regn

Darfs was leichtes sein? Einer der auch mit wenig Alkohol was auf die Zunge bringt! Traditionell? Ja, schon, aber das ist auch schon eine ganze Weile her!

Gemischter Satz  Stierwoscha

Ich stelle den Stierwoscha immer als Saufwein mit Anspruch vor, damit ist das Ziel eigentlich klar definiert!

Der Name ist einer Legende entlehnt und eine Referenz an die salzburgische Herkunft des Winzers. Zu Zeiten der Bauernaufstände wurde die Festung Hohensalzburg eingekesselt, mit dem Ziel sie auszuhungern. Ein letzter Stier wurde jedoch nicht geschlachtet, sondern Tag für Tag gewaschen und neu bemalt auf die Stadtmauer getrieben. Der Eindruck des Überflusses ließ die Belagerer schließlich abziehen und seit damals steht der Name Stierwoscha synonym für die Bewohner Salzburgs.
Leicht und lebendig vermittelt der Stierwoscha die Idee des Terrassenweins, der kompromisslos und druckvoll in Richtung Gaumen aufbricht und dort nicht nur Apfel- und Kräuterromen preisgibt, sondern auch pfeffrige Noten hinterlässt.

Rosé vom Zweigelt

Rosé als ganzer Wein. Es soll  Spaß machen egal ob auf der Terasse, beim gemütlichen Grillabend, als Wilkommenstrunk vorm Spieleabend oder als Speisenbegleiter beim Menü. Der Rose wird aus der ganzen Traube produziert, mit Struktur und Körper, am liebsten trocken ausgebaut aber auch wenn mal ein paar Gramm Restzucker stehen bleiben macht es als ganzer Wein Spaß es nicht bei einem Glas zu belassen.

Rosa & Fritz – unser rosasprudeliges Frühstücksvergnügen

Typisch für meine Interpretation vom Kremstal

Grüner Veltliner Lössweingärten

Veltliner & Löss sind ungefähr so wie die Blues Brothers, Mick Jagger & Keith Richards oder um beim Wein zu bleiben, Pinot Noir & das Burgund. Es geht schon auch anders aber im Endeffekt mag man einander und zeigt das auch. Löss ermöglicht es dem Veltliner relativ leicht in der Tiefe Wurzeln zu schlagen und sich dort bestens zu versorgen.

Das ergibt dann in unserem speziellen Fall trotz niedriger Gradation, einen stoffigen, substantiellen und würzigen Wein, der ziemlich gelassen daherkommt. Die nötige Spannung ensteht zum einen durch kühle Expositionen, zum anderen aber auch durch mehrstündigen Maischekontakt. Reifer Apfel, ein bisschen Exotik und Tabaknoten liegen im Aromatalon. Gut im ersten Jahr, oft noch besser im zweiten und dritten Jahr.

 Love GV – Fucking Terro(i)r

Was diesen Veltliner prägt ist das Kremstal! Drei Lagen, drei Böden, drei kleinklimatische Besonderheiten, vereint in einem Wein. Eine Momentaufnahme in verschiedenen Reifestadien, wie beim Gemischten Satz, nur eine Sorte dafür andere Orte! Der Name ist aus einer Gemütslage entstanden die ich gerne bei einer Verkostung erzähle!

 Frau Müller grillt

Frau Müller lädt zum Dinner. Was kräftiges, was spannendes und was besonderes soll es sein. Richtig reifer Müllerthurgau ausgebaut im Holzfass. So kann man das lassen.

Neuburger

Eine altösterreichische, ehrwürdige Sorte, problematisch, besonders und spannend. Wo mich die Reise mit dieser Sorte hinführen wird ist noch unklar. Klar ist aber das es etwas ganz besonderes ist sich mit alten Anlagen dieser Sorte spielen zu können.

Roter Veltliner – Holzgasse

Der Rote Veltliner pflegt mit einer ganzen Menge heimischer Rebsorten verwandtschaftliche Beziehungen (meistens als Elternteil), mit dem Grünen Veltliner allerdings hat er nichts zu tun. Roter Veltliner reift spät, verlangt karge Böden – die Holzgasse basiert auf Löss und Schotter und bietet diesbezüglich ideale Voraussetzung – und bescheidene Erträge. Kombiniert man das mit kerngesundem Rebmaterial, spontaner Vergärung, einer kurzen aber strukturgebenden Mazeration und relativ warmen Gärtemperaturen wird es richtig spannend. Die Konsistenz ist dicht, konzentriert und saftig, die Aromen sind exotisch und würzig. Der Weg über den Gaumen ist animierend und engmaschig und doch reif und saftig.

Zweigelt klassisch

Dem gibt’s eigentlich nichts hinzuzufügen. Einzig die Zeit ist vielleicht hervorzuheben. Ohne Reife und Lagerung geht hier nichts. Bevor nicht 3 Jahre vergangen sind geht auch in diesem klassischen Bereich nichts aus dem Keller.

 

Kräftig, individuell und mineralisch

 

Rosa Hoiz

Ein kräftiger Rose der 2 Jahre Lagerung im Holzfass hinter sich hat. Nur für Menschen die auch beim Rosé so richtig stoffig mögen.

GV Wachtberg

Mit dem Veltlinerweingarten am von Urgestein dominierten Wachtberg hat vieles begonnen. 2006 gingen die Parzellen in meinen Besitz über. 70 Jahre alte Stöcke, deren Substanz es zu erhalten galt, die im Gegenzug allerdings auch die Basis für große Weine lieferten.

Da gerade alten Stöcken eine erstaunliche Vielfalt an Aromen und Extrakten innewohnt, macht ein etwas längerer Kontakt mit der Maische Sinn. Sie gibt dem Wein nicht nur eine griffige, saftige und konzentrierte Textur mit auf den Weg, sondern kühle, von reifen gelben Früchten, Kräutern und Steinen geprägte Nuancen. Lebendig, lang & kraftvoll. Geduld tut gut.

Riesling Hausbergen

Ein Kind seines Bodens. Der ist auf den Hochäckern karg und seicht und zudem von darunter liegendem kristallinem Gestein geprägt. Hoch über Senftenberg gelegen, kommt zudem das Waldviertel klimatisch zur Geltung und addiert folglich zu den leicht rauchigen und steinigen Noten, die dem Untergrund geschuldet sind, auch noch eine kühle und körperreiche Stilistik dazu. In dieses Fundament betten sich – wie es sich für Riesling gehört – gelbfruchtige Steinobstnoten. Der Säurebogen ist gespannt, der Körper ist straff und fokussiert und die Struktur lebendig und dynamisch. Beim Ausbau im Keller kommt noch eine mollige und strukturreiche Holz und Edelstahlkomponente dazu. Riesling so wie ich ihn mag.

Rotburger Reserve

Zeit ist ein elementarer Faktor in der Weinwerdung. Sie formt und balanciert und bringt sukzessive Aromen ins Spiel, die der Essenz des Ortes und der Rebsorte auf den Grund gehen. Gerade Zweigelt ist, wenn man sie Ernst nimmt, eine Sorte, die ihre ganze Dimension nur langsam preisgibt und oft erst nach Jahren ihr ganzes sensorisches Spektrum ausspielt. In diesem Fall verbringt der Zweigelt mindestens 36 Monate auf der Hefe, üblicherweise in gebrauchten kleinen Holzfässern, ehe er sich für mehrere Monate (oder auch Jahre) in der Flasche weiterentwickelt. Generell ist er vor allem von dunklem Pfeffer und feiner roter Frucht geprägt, wobei sich meist auch noch balsamische & erdige Noten dazumischen. Die Textur ist geradlinig, strukturiert und elegant, wobei sich Tiefe und Trinkfluss nicht im Weg stehen.

Rohstoff – wenn Wein aus Trauben und sonst nix entsteht

Fräulein Müller macht Party

Müller Thurgau als schmutziger Einstieg in die reduzierte Weinwerdung. Nach einer Woche mit Putz und Stingel auf der Maische darf das Fräulein dann noch auf der Vollhefe reifen. Was dann kommt ist der Weg in die Flasche mit minimaler Schwefelung und unfiltriert. Ergebnis ist dann ein fruchtiger Müller mit Struktur und Gripp der Spaß macht. Wo jedes Glas zu klein und in der Flasche immer viel zu wenig drin ist.

GV Ruine

Grüner Veltliner, Maischevergoren, unfiltriert und ungeschwefelt.

Paragraphenreiter MT

Der Paragraphenreiter ist die Nummer 3 der Sorte Müller Thurgau. Maischevergoren und gelagert geht es ins Holzfass und von dort auf die Flasche. Die Zutaten sind Trauben, Liebe und Zeit.

NBO – Neuburger Orange

Wenn sich traditionelle Rebsorten und althergebrachte Weinbereitung ohne Zusätze treffen, dann wird’s spannend und kräftig. Was aus den Trauben ins Fass gelangt ist stoffig und dicht, die Luft macht das ihre, der Mensch hält sich zurück, leitet aber an.

Bankert – Maischesolera

Der Bankert ist passion, das Solerasystem ist wirklich spannend. Am Anfang war 2009 Grüner Veltliner dann ist viel passiert, die Fässer wurden größer und das erste Ergebnis dieser Mischung purer Experimentierfreudigkeit und Erfahrung durfte 2019 in eine Flasche. Hier waren 8 Jahrgänge und 6 Sorten zu einem Spannungsbogen vereint, was die Zukunft bringt wird jedenfalls spannend.