Ein kleiner Überblick über Weine die aus unserem Keller wachsen…

 

Junger Max

Der Max, immer unser jüngstes Mitglied der Weinfamilie. was sich da im Herbst zusammengefunden hat darf im Jänner als erstes auf die Flasche. Also unser „Jungwein“

 

GV Poolsider

Darfs was leichtes sein? Einer der auch mit wenig Alkohol was auf die Zunge bringt! Traditionell? Ja, schon, aber das ist auch schon eine ganze Weile her!

 

GV Lössweingärten

Veltliner & Löss sind ungefähr so wie die Blues Brothers, Mick Jagger & Keith Richards oder um beim Wein zu bleiben, Pinot Noir & das Burgund. Es geht schon auch anders aber im Endeffekt mag man einander und zeigt das auch. Löss ermöglicht es dem Veltliner relativ leicht in der Tiefe Wurzeln zu schlagen und sich dort bestens zu versorgen.

Das ergibt dann in unserem speziellen Fall trotz niedriger Gradation, einen stoffigen, substantiellen und würzigen Wein, der ziemlich gelassen daherkommt. Die nötige Spannung ensteht zum einen durch kühle Expositionen, zum anderen aber auch durch mehrstündigen Maischekontakt. Reifer Apfel, ein bisschen Exotik und Tabaknoten liegen im Aromatalon. Gut im ersten Jahr, oft noch besser im zweiten und dritten Jahr.

 

GV Wachtberg

Mit dem Veltlinerweingarten am von Urgestein dominierten Wachtberg hat vieles begonnen. 2006 gingen die Parzellen in meinen Besitz über. 70 Jahre alte Stöcke, deren Substanz es zu erhalten galt, die im Gegenzug allerdings auch die Basis für große Weine lieferten.

Da gerade alten Stöcken eine erstaunliche Vielfalt an Aromen und Extrakten innewohnt, macht ein etwas längerer Kontakt mit der Maische Sinn. Sie gibt dem Wein nicht nur eine griffige, saftige und konzentrierte Textur mit auf den Weg, sondern kühle, von reifen gelben Früchten, Kräutern und Steinen geprägte Nuancen. Lebendig, lang & kraftvoll. Geduld tut gut.

 

Stierwoscha

Der Name ist einer Legende entlehnt und eine Referenz an die salzburgische Herkunft des Winzers. Zu Zeiten der Bauernaufstände wurde die Festung Hohensalzburg eingekesselt, mit dem Ziel sie auszuhungern. Ein letzter Stier wurde jedoch nicht geschlachtet, sondern Tag für Tag gewaschen und neu bemalt auf die Stadtmauer getrieben. Der Eindruck des Überflusses ließ die Belagerer schließlich abziehen und seit damals steht der Name Stierwoscha synonym für die Bewohner Salzburgs.
Leicht und lebendig vermittelt der Stierwoscha die Idee des Terrassenweins, der kompromisslos und druckvoll in Richtung Gaumen aufbricht und dort nicht nur Apfel- und Kräuterromen preisgibt, sondern auch pfeffrige Noten hinterlässt.

 

 

Roter Veltliner Holzgasse

Der Rote Veltliner pflegt mit einer ganzen Menge heimischer Rebsorten verwandtschaftliche Beziehungen (meistens als Elternteil), mit dem Grünen Veltliner allerdings hat er nichts zu tun. Roter Veltliner reift spät, verlangt karge Böden – die Holzgasse basiert auf Löss und Schotter und bietet diesbezüglich ideale Voraussetzung – und bescheidene Erträge. Kombiniert man das mit kerngesundem Rebmaterial, spontaner Vergärung, einer kurzen aber strukturgebenden Mazeration und relativ warmen Gärtemperaturen wird es richtig spannend. Die Konsistenz ist dicht, konzentriert und saftig, die Aromen sind exotisch und würzig. Der Weg über den Gaumen ist animierend und engmaschig und doch reif und saftig.

 

Riesling Hausbergen

Ein Kind seines Bodens. Der ist auf den Hochäckern karg und seicht und zudem von darunter liegendem kristallinem Gestein geprägt. Hoch über Senftenberg gelegen, kommt zudem das Waldviertel klimatisch zur Geltung und addiert folglich zu den leicht rauchigen und steinigen Noten, die dem Untergrund geschuldet sind, auch noch eine kühle und präzise Stilistik dazu. In dieses Fundament betten sich – wie es sich für Riesling gehört – gelbfruchtige Steinobstnoten. Der Säurebogen ist gespannt, der Körper ist straff und fokussiert und die Struktur lebendig und dynamisch.

 

Riesling Arnfels

Stein und Kräuter. Ein Riesling, der nach der Umgebung riecht, in der er wurzelt. Das ist in diesem Fall die Riede Arnfels, deren karges Urgestein auch der kühlen und straffen Textur den Stempel aufdrückt. Ein wenig Steinobst erweitert am Gaumen die Aromenvielfalt, während lebhafte Säure den Wein in Richtung Gaumen trägt. Ein subtiler Riesling, der sich nur langsam öffnet und dem ein wenig Zeit (im Glas und in der Flasche) zusätzliche Nuancen verleiht.

 

Zweigelt klassisch

 

Zweigelt Reserve

Zeit ist ein elementarer Faktor in der Weinwerdung. Sie formt und balanciert und bringt sukzessive Aromen ins Spiel, die der Essenz des Ortes und der Rebsorte auf den Grund gehen. Gerade Zweigelt ist, wenn man sie Ernst nimmt, eine Sorte, die ihre ganze Dimension nur langsam preisgibt und oft erst nach Jahren ihr ganzes sensorisches Spektrum ausspielt. In diesem Fall verbringt der Zweigelt mindestens zwei Jahre auf der Hefe, ehe er sich für mehrere Monate (oder auch Jahre) in der Flasche weiterentwickelt. Generell ist er vor allem von dunklem Pfeffer und feiner roter Frucht geprägt, wobei sich meist auch noch balsamische & erdige Noten dazumischen. Die Textur ist geradlinig, strukturiert und elegant, wobei sich Tiefe und Trinkfluss nicht im Weg stehen.